Lehre
Ausgewählte Themen des Modellbasierten Sicherheits-Engineerings
Block-Seminar (2 SWS)
Beschreibung
Das Seminar untersucht Antworten auf diese Fragen. Die
Teilnehmenden werden die Anforderungen an sicherheitskritische
Systeme und die Bedrohungsarten verstehen. Sie erhalten einen
Überblick über die vorhandenen Techniken zur Vermeidung
von Sicherheitsrisiken und Abwehr von Bedrohungen. Sie werden die
Besonderheiten beim Management sicherheitsrelevanter
Softwareprojekte, den Nutzen von Sicherheitsaufwendungen und die
einschlägigen Normen und Verordnungen kennen. Schließlich
werden sie sich intensiv mit modellbasierten Techniken zur
Entwicklung sicherheitskritischer Systeme sowie zur Analyse und zum
Reengineering existierender Software beschäftigt haben, die
damit gewonnenen Praxiserfahrungen einschätzen können, und
einen Überblick über vorhandene Werkzeuge und deren
Leistungsfähigkeit haben.
Inhalt (vorläufig)
Entwicklung und Pflege vertrauenswürdiger,
sicherheitskritischer Systeme sind große Herausforderungen. Es
werden viele softwareintensive Systeme entworfen, realisiert und
eingesetzt, die gravierende Sicherheitslücken aufweisen. Wir
wissen das aus eigener Erfahrung und aus Schlagzeilen über
spektakuläres Fehlverhalten von Systemen bzw. über
erfolgreiche Angriffe auf sie. Die Gründe dafür sind
vielfältig. Manchmal fehlt den Entwicklern das notwendige
Sicherheitsbewußtsein, oft fehlen die notwendigen Kenntnisse
über die Entwicklungsprozesse, -methoden, -verfahren und
-werkzeuge oder sie werden nicht eingesetzt, weil man sich den
vermeintlich zu großen Zeit- und Kostenaufwand beim
derzeitigen Konkurrenzdruck nicht leisten zu können glaubt.
Beim Engineering oder Reengineering sicherheitskritischer
Softwaresysteme stellen sich u.a. folgende Fragen:
- Welche Methoden gibt es für ein umfassendes
Risikomanagement, mit denen Experten aus den
Geschäftsprozessen und Arbeitsabläufen eine
vollständige Analyse der Sicherheitsrisiken durchführen
und Vorschläge zu ihrer angemessenen Behandlung ableiten
können?
- Welche Methoden gibt es für das Engineering bzw.
Reengineering sicherheitskritischer Systeme, für die Auswahl
eines geeigneten Entwicklungsprozesses und geeigneter Werkzeuge
sowie zur Qualitätssicherung?
- Welche Werkzeuge gibt es, die z.B. die
Geschäftsprozessmodelle, UML-Systemspezifikationen,
Software-Quelltexte und Konfigurationsdateien automatisch auf
Sicherheit analysieren können?
- Kann man z.B. mit UML oder CASE-Werkzeugen wie AutoFocus
Sicherheitsanforderungen einfach und intuitiv spezifizieren? Und
gibt es Werkzeuge für Simulation, Konsistenzprüfung,
Codegenerierung, Verifikation und Test der Sicherheitsaspekte?
- Sind die erstellten Modelle als Dokumentation für die
Zertifizierung nach relevanten Standards brauchbar?
Die Liste der Themen finden Sie [hier].
Termine
Vorbereitungs-Treffen
Donnerstag, 5. April 2012, 10.00-11.00 Uhr, OH-14, Raum 105. Die Folien finden Sie
hier.
Zeitplan
| Datum | Zeit | Beschreibung |
| 5.4.12 | 10:00 | Themenvorstellung |
| 10.4.12 | 12:00 | Rückmeldung |
| 2.5.12 | 24:00 | Abgabe Gliederung |
| 21.5.12 | 24:00 | Abgabe Vorversion Ausarbeitung |
| 11.6.12 | 24:00 | Abgabe Reviews |
| 25.6.12 | 24:00 | Abgabe Ausarbeitung |
| 2.7.12 | 24:00 | Abgabe Folien |
| 4-6.7.12 | Zeitplan folgt | Vorträge |
Blockseminar
4. bis 6. Juli 2012, OH-14, Raum 105
(
vorläufiger Termin, Änderungen möglich)
Leistungsnachweis
Von den TeilnehmerInnen wird erwartet:
- Ein Vortrag von ca. 35 Minuten plus Diskussion (Grenzen: 30-40 Minuten).
- Eine schriftliche Ausarbeitung von ca. 15 Seiten im Hauptteil
- Aktive Teilnahme an den Seminarvorträgen
- Einhaltung der formalen Vorgaben (insbesondere pünktliche und vollständige Abgabe).
- Weitere Informationen erhalten Sie beim ersten Treffen.
Die Note wird aus folgenen Betandteilen zusammengesetzt:
- Vortrag (40%)
- Schriftliche Ausarbeitung (40%)
- Reviews (10%)
- Disskussion nach den Vortägen (10%)
- Einhaltung der formalen Vorgaben (Notenverschlechterung bei Nichteinhaltung)
- Das Nichtbestehen in einem Teil der Leistungen führt automatisch zum Nichtbestehen des ganzen Seminars.
- Plagiat im einem Teil der Leistungen führt sofort zum Nichtbestehen und wird dem Prüfungsausschuss gemeldet.
Bei Studierenen nach den Prüfungsordnungen 2000/2001 wird die Note anschließend in ein Bestehen/Nichtbestehen umgerechnet und ein Leistungnachweis vergeben.
Vorlagen
Für ihre Ausarbeitung nutzen sie bitte unsere Vorlage (
LaTeX/ Word wird später bereitgestellt)
Einordnung
Diplom
Schwerpunkt 1, Schwerpunkt 5
Master Informatik / Angewandte Informatik
Basismodul, Forschungsbereich: Software, Sicherheit und Verifikation
Modulbeschreibung (Master Informatik / Angewandte Informatik)
Literatur
Feedback
Wir haben großes Interesse an veranstaltungsbegleitendem Feedback,
um auf Änderungswünsche gleich (und nicht erst im nächsten Semester)
eingehen zu können. Bitte äußern Sie entsprechende Hinweise im
Anschluss an eine Vorlesung, per email, oder auch über das
anonyme
Kontaktformular des Lehrstuhls (im letzteren Fall bitte die
Veranstaltung erwähnen, auf die sich der Hinweis bezieht). Vielen
Dank!
Kontakt
Zum Profil von
Prof. Dr. Jan Jürjens